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Mit den blauen Worten beginnt eine neue Info.

Die Rt. 66 ist historisch gesehen eine der berühmtesten Straßen Amerikas. Als Anfang der 1930er Jahre die Rezession kam und auch noch der dringend gebrauchte Regen ausblieb, sodass die Felder und Äcker im Mittleren Westen austrockneten, verkauften viele Farmer ihre Anwesen für einen Spottpreis und zogen nach Kalifornien, dem vermeintlich gelobten Land. Es gab nur einen Weg, nur eine Straße, die direkt in den Westen führte.

Das war die Rt.66, die Mutter aller Straßen. Ungeteert in der damaligen Zeit, erst 1937 wurde die schwache Teerdecke vollendet. Für die Schönheit der Landschaft hatten sie, die nach Westen zogen, keinen Blick. Die ersten Arbeiter wurden gebraucht, gut bezahlt und gut behandelt. Das wurde im Mittleren Westen bekannt und so kamen immer mehr. Zu viele kamen. Sie wollten schnell Arbeit bekommen, das war das große Ziel. Dass sie, die zu spät kamen, nachdem sie in Kalifornien angekommen sind, ausgenutzt und wie Sklaven behandelt wurden, wußten sie auf dem Weg noch nicht. Die Rt. 66 ist heute nur noch in kurzen Teilabschnitten vorhanden. Sie führt durch die Staaten Illinois, Missouri, Oklahoma, Texas- Panhandle, New Mexico, Arizona und endet an einem Gedenkstein in Santa Monica in Kalifornien. 

Viele wollen, aus welchen Gründen auch immer, ihre Traumstraße abfahren. Die Rt.66 beginnt in Chicago und da geht das Problem schon los. Fast alle sind ja mit einem Leihwagen unterwegs und das kostet gutes Geld, wenn er am Ende der Rt.66 in L.A. wieder zurückgegeben wird. Wenige haben so viel Zeit, dass sie auf einer anderen Strecke wieder zum Ausgangspunkt zurück fahren können. Eingefleischten Motorradfans kann man diese Tour sowieso nicht ausreden denn die fahren auf der Rt.66 auch bei Hitze, Regen und bei einem Sandsturm, der durch alle Kleider geht. Landschaftlich einigermaßen interessante Strecken sind recht selten. Sehenswürdigkeiten kann man auf der Rt.66 meistens nur dann sehen, wenn man seitliche Abstecher macht, die allerdings zeitaufwenig sind, sie sind aber bestimmt sehenswerter als die Landschaft entlang der Rt.66.

Alle paar Jahre wird im TV der schwarzweiss Film "Früchte des Zorns" gezeigt, gedreht nach dem Roman von John Steinbeck mit Henry Fonda in der Hauptrolle. Der Film schildert die Lebensumstände der Farmer und ihren Weg in den Westen. Sehenswert! (Der Film war in USA einige Jahre verboten, zu nahe an der Realität).  

Wenn man auf der Rt.66 nur mal reinschnuppern möchte, nimmt man die (relativ) schöne, original erhaltene Straße von Seligman nach und durch Kingman, ( ich bin die Strecke auch schon zu Zeiten gefahren, als es noch keine andere Möglichkeit gab, denn die I-40 war auf dem Abschnitt noch nicht fertiggestellt, aufregend ist sie meiner Meinung nach nicht) besucht dort das 66er Museum und fährt weiter zum alten Goldgräberort Oatman, alles in Arizona, westlich von Flagstaff. Auf dem Weg nach Oatman haben Maultierbesitzer das Geld gemacht, das die armen Farmer gerne verdient hätten. Die Strecke ist teilweise ziemlich steil und war damals recht beschwerlich für die altersschwachen Minitrucks. Viele blieben am Berg hängen und die vorgespannten Maultiere verdienten Dollars für ihre Besitzer.

In Oatman sollte man sich etwas Zeit nehmen (ich nenne Oatman immer "Eselstadt"). Vor über 100 Jahren war Oatman ein blühender Goldgräberort. In den Bergen rund um den Ort wurde kostbares Erz gefunden, die Goldgräber waren meist Einzelpersonen und hatten nur ihren Esel als Transportmittel auf dem das gesamte Habe mitgeführt wurde. Einige Esel entsprangen oder der Besitzer verstarb und die Esel verwilderten. Nun, für so blöd wie man die Esel immer hält, sind sie anscheinend doch nicht. Wo es interessant ist in Amerika, bleiben Touristen nicht aus. So auch in Oatman. Am Vormittag kommen rund ein Dutzend Esel von den Bergen und machen es sich dort bequem. Warum? Weil sie genau wissen, dass die Fremden ihnen Häppchen zum Fressen anbieten, die sie in den Bergen nicht finden. Die Esel haben in dem Ort alle Rechte auf der einzigen Straße, also der Rt.66. Aber Vorsicht, Schilder zeigen an, dass Esel ausschlagen und beissen können.

Für mich ist die Strecke von Kingman über Oatman nach Laughlin der landschaftlich interessanteste Abschnitt der Rt.66. 

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Wer sprachlich nicht so firm ist und sich vor einer Amerika-Reise sprachlich etwas eingewöhnen möchte, sollte sich im Fernsehen auf Bayern-Alpha "Bob Ross" anschauen.

Man braucht sich ja nicht gleich künstlerisch zu betätigen aber der Mann spricht ein wunderbares, gut verständliches, amerikanisches Englisch, das man in Amerika leider nur sehr selten hört. Das ist pures amerikanisch und so gar nichts britisches. Jeden Samstag um 18:15 und am Sonntag um 9:00 Uhr sowie nachts täglich zu unterschiedlichen Zeiten. (Alle Angaben unverbindlich).

Der CNN bringt leider nur zu wenigen Zeiten Amerikanisches Englisch, sonst ist der Sender sehr "british" geworden.

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 bald gehts weiter.....

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