Ist das neu für Sie?
Branson Missouri
Kontinental Breakfast
Der Great Smoky Mountain National Park im östlichen Tennessee und im Westen von North Carolina ist mit 10 Millionen Besuchern pro Jahr der meist besuchte National Park der USA. Der Grand Canyon hat nur die Hälfte Besucher.

Auf dem Foto ist leider kein Rauch zu sehen, das Wetter war zu schön und die Luft zu trocken. Der Smoke ist ja eigentlich Dunst, der aus den Tälern empor steigt und den die hier seit 10.000 Jahren lebenden Menschen, die wir Cherokee-Indianer nennen, als Rauch bezeichnen. Den Bauern, die in dieser Gegend bis 1934 lebten, wurde das Land vom Staat und von Spenden der schon damals zahlreichen Naturschützer abgekauft. Die Landwirte und Waldbesitzer waren in Zeiten der Rezession leicht zum Verkauf zu überzeugen.
Über 300 Flüsse und Bäche fließen im Park, zusammen haben sie eine Länge von über 1000 Kilometern. Auf über 1200 Kilometern Wanderwegen und Pfaden kann der Park durchwandert werden. Mountainbikes sind nur auf ausgewiesenen Strecken erlaubt. Reitpferde kann man an einigen Punkten leihen und an anderen Stellen wieder zurückgeben. Über 4000 verschiedene Pflanzen gibt es im Park, darunter 1600 blühende, mehr verschiedene Baumsorten als nördich der Alpen sind im Park. Unter den 65 verschiedenen Säugetierarten gibt es zahlreiche Schwarzbären. 200 verschiedene Vogelfamilien und 70 Fischsorten bereichern denPark.
Die Berge sind bis zu 2.000 Meter hoch und ein Teil der Appalachen. Im Juni und Juli blühen tausende Rhododenron und viele Bergrücken sind feuerrot. Über 25.000 HMotelzimmer rund um den Park warten auf Besucher. Im Herbst, wenn sich das Laub in prachtvolle Farben kleidet und die Preise steigen, ist Hochsaison. Die Zeitungen, auch "USA Today", haben im Herbst Laubverfärbungsvorhersagekarten (wie kommt man denn auf so ein Wort?) mit den genauen Angaben, wie weit das Laub sich schon verfärbt hat und wieviel Tage es noch dauert bis der Höhepunkt erreicht ist. Die Karten gibt es nicht nur für die Smokys sondern auch für Neuengland.
Der große Unterschied zu den europäischen Wäldern ist, dass es im Park kaum Nadel- sondern überwiegend Laubbäume gibt.
1934 wurde das Gebiet zum National Park erklärt, 2009 feierte der Park seinen 75. Geburtstag. Er ist 2.000 qkm groß.
***
Branson im südlichen Missouri nennt sich Show Hauptstadt der Welt. Nun, Amerikaner neigen leicht zu Übertreibungen aber in diesem Fall kommen sie der Sache doch ziemlich nahe.
Hierzulande ist Branson fast unbekannt, selbst bei den Amerika-Spezialisten. Es wird auch kaum Werbung gemacht, denn Branson ist ohnehin fast immer ausverkauft. Branson hat nur 7.500 Einwohner aber 18.000 Zimmer in HMotels der ein bis 5 Sterneklasse. Dazu zahlreiche Campingplätze. Über 8 Millionen Besucher kommen jedes Jahr.
Nirgends sieht man vor den Theatern so viele Parkplätze für Schwerbehinderte wie in Branson. Hier ein Motel-Telefon mit extra großen Tasten. Das ist Service!
In Branson gibt es seit 1903 das erste Theater, heute sind es über fünfzig und die haben mehr Sitzplätze als der gesamte Broadway in New York City. Die ersten Vorstellungen beginnen bereits um 9 Uhr.
Es gibt eigentlich für fast jeden Geschmack ein Programm. Viel Country aber auch Musicals, Comedy und Einzelstars. Die Eintrittspreise sind human. Alle Schaus sind sehr patriotisch aufgezogen. Der Anteil farbiger Besucher ist gleich Null. Über das Durchschnittsalter der Besucher möchte ich mich nicht äußern. Die Ausstattung der Theater können sich mit jedem Großstadttheater der Welt messen.
www.presleys.com not Elvis
2009 konnte und kann man sich über 130 verschiedene Verstellungen anschauen. Hier sind einige aufgeführt: Bellamy Brothers - Andy Williams - Broadway Shows - Asleep At The Wheel - Barbara Fairchild - Mel Tillis - Conway Twitty und Jim Reeves Tribute - Moe Bandy - Merle Haggard -

Mickey Gilley - Gatlin Brothers - Platters - Nitty Gritty Dirt Band - Tony Orlando - Roy Clark - Charlie Daniels - Ray Price - 12 Irish Tenors - 50th Rock'n'Roll - Sons of the Pioneers und, und, und sw. Einige Künstler sind oft für mehrere Jahre in Branson, manche nur wenige Tage.
Die Umgebung von Branson ist ein Paradies für Angler, des Amerikaners liebste "Sportart". Die Erlaubnis zum Fischen wird von Staat zu Staat und von Landkreis zu Landkreis sehr unterschiedlich gehandhabt. An den meisten Plätzen geht es problemlos, gegen eine kleine Gebühr natürlich.
***
Kontinental Breakfast. In den Staaten wird häufig ein "Kontinental Breakfast" angeboten. Warum kontinental? Vor etlichen Jahrzehnten gab es im europäischen Festland, also auf dem Kontinent, zum Frühstück zwei Brötchen, Butter, Marmelade sowie Kaffee oder Tee. Das wars. Wollte man ein Ei, musste man extra bezahlen. Ältere Leser werden sich bestimmt noch daran erinnern. Es war also ein recht dürftiger Tagesbeginn. In England war oder ist das anders. Die Engländer haben ja immer schon etwas herablassend auf die Bewohner des Kontinents geblickt, sind sie doch eine Weltmacht, gar ein Empire. Nun diese Angelsachsen haben es sich seit altersher schon am frühen Morgen gut gehen lassen. Die Briten essen zum Frühstück recht üppig und sind vom Frühstück auf dem Kontinent nicht sehr begeistert. Heute hat sich das allerdings geändert, gibt es doch bei uns fast überall ein Frühstücksbuffet. In Frankreich, Italien und einigen anderen Ländern gibt es heute noch ein Frühstück, das dem amerikanischen Kontinental recht ähnlich ist.
***
Wer im Herbst nach Massachusetts kommt, sollte auf keinen Fall die Preiselbeerernte versäumen. Rund um Carver und North Carver sind die meisten Felder, das ist wenige Meilen westlich von Plymouth. Mitte bis Ende September kann man auf vielen kleinen Seen betrachten, wie das Ernten funktioniert. Die Felder werden mit Wasser geflutet, Maschinen, die das Wasser aufrütteln, lösen die Beeren, ohne diese zu berühren. Millionen von Beeren schwimmen dann auf den Seen, Berge von Beeren und das Wasser schaut aus, als ob es rot wäre. Mit großen Saugrohren wird es in bereitstehende Trucks verbracht.
Die Haupterntezeit ist von Mitte bis Ende September. Wenn man auf den kleinen, ländlichen Nebenstraßen durch diese Gegend fährt, kann man viele Seen finden und die Preiselbeer-Farmer sind freundlich und geben bereitwillig Auskunft.
***

In Jackson, Tennessee, befindet sich die
"Internationale Rockabilly Hall of Fame mit Museum"
Oben ist ein Wandgemälde mit dem leider zu früh verstorbenen Sohn der Stadt und Meister aller Rockabilly Interpreten zu sehen:
Carl Perkins

Perkins war der berühmte Komponist und der erste Interpret des Welthits "Blue Suede Shoes", durch den Elvis kurze Zeit darauf weltbekannt wurde.
Das Museum und auch die Ruhmeshalle sind ein bisschen in die Jahre gekommen aber wer sich für diese Art von Musik interessiert, ist gut aufgehoben.
Open Air Konzerte finden mehrmals im Jahr statt und finden großen Zuspruch aus Nah und Fern. Auch wenn die Bühne und das "Stadium" noch so klein sind. Es gibt heute kaum einen echten Rockabilly Fan, der nicht schon längst ergraut ist. Rockabilly Musik hatte ihre Höhepunkte in den 50er und 60er Jahren und ist eine Mischung aus Rock'n'Roll und Hillbilly.
***
Zwischendurch etwas zum Schmunzeln, eventuell auch zum Kopfschütteln, igittigitt, wie kann man so was schreiben, aber mal ehrlich, wer braucht es nicht und wer hätte das gewußt?
Amerikareisende haben sich auf ihren Reisen bestimmt schon gewundert, oder werden sich noch wundern, dass in amerikanischen Toiletten das Papier so dünn wie Seidenpapier ist. Nun die Antwort auf diese lebenswichtige Frage ist einfach zu beantworten: Amerikaner sind "Knüller", wir aber sind "Falter" und deshalb ist unser Papier fester. Weitere Erklärungen werden nicht gegeben, die muss man sich selbst zusammenreimen.
***
Für Oldtime Country - Folk - Bluegrass und Gospelliebhaber
In dem 3000 Einwohner Örtchen Mountain View im nördlichen Arkansas mitten in den Ozark Bergen gibt es etwas zu sehen, zu erleben und vor allen Dingen zu hören, was auf der Welt wirklich einmalig ist.
Von Mai bis Oktober treffen sich hier Menschen, zugegeben überwiegend Männer, um zu musizieren. Die Meisten versammeln sich an den Wochenenden, aber auch unter der Woche, rund um das Rathaus in Gruppen von fünf bis 10 Personen. Jeder sucht sich die Gruppe aus, die nach seinem Geschmack und zu seinem Können reicht. Wenn es nicht paßt, geht man zu einer anderen Gruppe und das können bis zu zwanzig unterschiedliche sein. Viele Ortsansässige sind da, aber auch aus dem Umkreis von mehreren hundert Meilen. Ja, und jetzt kommts: Keiner spielt, um ein Trinkgeld zu erhaschen oder er würde gar etwas verlangen, nein, die alle spielen nur "aus Spaß an der Freud". Alle spielen ohne Noten und das viele, viele Stunden lang, ohne Unterbrechung bis spät in die Nacht.
Da sind Rechtsanwälte, Doktoren, Handwerker, einfache Arbeiter und wer weiß was dabei, viele bereits pensioniert. Woher kommt dieser Hang zur gemeinsamen Musik? Mountain View, war ein richtiger Hillbilly-Ort und mußte bis 1930 ohne Strom auskommen, erst in den 1950er Jahren wurde die erste richtige Straße gebaut, Pferdewagen belebten noch lange das Straßenbild. So weit so gut, Kino gabs nicht, Radio und Fernsehen kamen sehr spät, also wurde Musik gemacht, oft auf selbstgebastelten Instrumenten. Nachbarn saßen zusammen und sangen und spielten ihre Weisen. "Hausmusi" eben, wie es so schön bei uns in südlichen Gefilden heißt. Diese Tradition hat sich bis heute erhalten und so treffen sich Amateure, die oft besser als Profis sind, in Mt. View, Arkansas. Ein kostenloser Augen- und Ohrenschmaus in einem Ort, von dem sicher noch nicht viele gehört haben.
Für die 3000 Einwohner stehen 6 Kirchen zur Verfügung, alle mit eigenem Pfarrer, das ist bei uns auf den Dörfern recht selten geworden. An jedem letzten Samstag im Oktober ist das weithin bekannte "Outhouse Race". Da werden Räder unter die Häuschen mit den Herzerln gemacht, einer sitzt drin und die Frauen schieben, oder umgekehrt. Preis und Pokal sind den Siegern sicher. In Mt. View ist auch das www.OzarkFolkCenter.com mit vielen Veranstaltungen aus dem Folk- und Oldtimebereich. Vorstellungen sind von Dienstag bis Samstag ab 19 Uhr, der Eintrittspreis beträgt für die ca. zweistündige Schau 10 US$.
***
Auf allen Waren, die in Amerika verkauft werden, muss das Herkunftsland gut erkenntlich angebracht sein. Deshalb sieht man auf jedem Souvenir oder Kleidungsstück "Made in...... "(meistens China oder Taiwan). Gelegentlich findet man auch "Made in the USA" oder gar "Made with pride in the USA". Bei uns wäre das wahrscheinlich rassistisch und so gar nicht "global".
***
Orte, Städte, Dörfer haben immer auch den Staat im Anhang, ein Beispiel: Nashville, Tennessee. Der Grund ist einfach, es gibt 14 verschiedene Nashville in den Staaten, allerdings gibt es in jedem Staat immer nur einen Ort mit dem gleichen Namen. Es gibt 12 Mal den Ortsnamen Columbus und 8 Mal Columbia zu Ehren des großen Entdeckers, der allerdings nie einen Fuß auf die Vereinigten Staaten setzte. Vielleicht ganz interessant, es gibt 13 Berlin, 2 Ulm, 8 London und 12 Washington und eines hat den Zusatz D.C. (District of Columbia).
***
In vielen alten Filmen sieht man keine Doppelbetten sondern die Betten sind, meist mit einem Nachtkästchen, getrennt. Ab 1934 haben sich kirchliche Institutionen über die "Freizügigkeit" in Filmen beschwert. Daraufhin wurden Richtlinien erlassen, Filmszenen, die auch nur ansatzweise Sex vermuten ließen, der Zensur unterstellt. Das ging bis weit nach Kriegsende.
***
In ein Lokal gehen immer die Damen zuerst, alles andere wäre unhöflich. Der größte Fehler, den man am Tisch machen kann, ist sich die Nase zu säubern. Zu diesem Zweck geht man in den Powder Room, Bathroom auch Restroom oder sonstwas genannt, nur nicht Toilette, 00, Klosett oder Ähnliches sagen. Man sieht auch solche Schilder nicht.
***
FEIERTAGE
Thanksgiving (Erntedankfest) ist der Feiertag, der in den USA von allen Einwohnern richtig gefeiert wird, mehr als jedes andere Fest. Das ist der Tag an dem sich die Familienangehörigen zusammenfinden und weniger der Ernte danken als vielmehr ein Wiedersehen mit Enkeln, Kindern und all den anderen bei einem Festmahl feiern. Da der Tag immer auf den 4. Donnerstag im November festgelegt wurde, ist natürlich der Freitag ein Fenstertag und von Mittwoch bis zum Wochende sind Züge, Flugzeuge und Autobahnen voll, voll, voll. Weihnachten wird ja nur von Christen gefeiert, Thanksgiving dagegen von allen Amerikanern.
Es gibt keine 2. Feiertage, weder zu Ostern, zu Weihnachten, und Pfingsten schon überhaupt nicht. (Ausnahmen gibt es in einigen wenigen Gebieten). In etlichen Gegenden gibt es an unserem 2. Weihnachtsfeiertag den "Boxing Day". Nein, mit Faustkämpfen hat das nichts zu tun. Es ist der Tag an dem in Kirchen die "Box", also der Almosenkasten aufgemacht wird und der Inhalt unter den Armen verteilt wird.
An Weihnachten ist die Bescherung immer am 25. Dezember. Auch bei uns gibt es immer mehr Menschen, die ihre Gärten und Fenster weihnachtlich dekorieren, aber die Dekorationen in den USA werden oft überschwenglich, als kitschig-schön oder ablehnend bewertet. Eine Fahrt durch eine amerikanische Wohngegend lohnt sich zur Weihnachtszeit in jedem Fall, egal wie man dazu steht.
Weihnachten wird in den USA groß und festlich gefeiert. In vielen Familien wird der Baum mit weihnachtlichen Mitbringseln von Reisen geschmückt. Das ist auch der Grund, warum es in Urlaubsgebieten meistens auch einen ganzjährig geöffneten Weihnachtsladen gibt. In Deutschland ist z.B. der bekanneste in Rothenburg o.d.T. weil es so viele amerikanische Touristen gibt. An Weihnachten betrachtet man den Baum und erinnert sich an schöne Reisen: "schau mal, diesen mundgeblasenen Esel haben wir in Hawaii gekauft und den Metallstern in den Smoky Mountains". Aus Südeuropa stammt wohl die Sitte, dass man die erhaltenen Weihnachtskarten an den Baum hängt.
Der Muttertag wird am 2. Sonntag im Mai gefeiert und ist eine amerikanische Erfindung von Anna M. Jarvis. Auch der Vatertag stammt aus den USA, er wird dort jeweils am 3. Sonntag im Juni gefeiert. Die Regale der Kaufhäuser sind schon Wochen vorher gefüllt mit so "ausgefallenen" Geschenken wie Krawatten, Hosenträgern und Rasierwasser.
Auch bei uns gibt es immer mehr "Gedenktage" aber in den Staaten gibt es an jedem Tag im Jahr etwas zu feiern oder zu gedenken. "Sei-nett-zu-deinem-Astrologen" Tag, "Nationale Witze-Woche", "Schwiegermuttertag", "Besuch-deine-Verwandten" Tag, "Tag des Lächelns", sind nur ein paar.
***
Highways, Straßen, Roads. Ein Highway muss nicht immer eine Autobahn sein und hat mit hoher Geschwindigkeit nichts, aber auch gar nichts zu tun. Der Highway heißt so, weil eine Straße in früheren Zeiten höher gelegt wurde, mit Baumstämmen, Steinen, Geröll. So waren die Wege für die Fuhrwerke auch bei schlechtem Wetter besser zu befahren. Mit dem zunehmenden Automobilverkehr wurden aus Wegen Straßen, immer besser befestigt und somit auch höher. Kindern rief man zu: "lauf nicht auf den Highway", obwohl es nur eine ungeteerte Dorfstraße war. Heute verbindet man mit einem Highway immer eine gut ausgebaute Straße, die eigentlich außerhalb von Ortschaften "Road" heißt. "Streets" gibt es nur in Dörfern und Städten.
Autobahnen, die mit den unseren vergleichbar sind, heißen Interstates und den entsprechenden Zahlen wird immer ein I- vorangestellt. Die Schilder sind blau. Interstates mit ungeraden Nummern führen immer von Nord nach Süd und die geraden von Ost nach West und umgekehrt. Dazu gibt es unzählige andere Straßen (roads), County, Farm, Indian, State, U.S. und die gebührenpflichtigen Toll Roads in einigen Staaten. Alle haben Nummern. Oft wird für die Überfahrt auf Brücken kassiert. Die Golden Gate in SFO kostet nur stadteinwärts, beziehungsweise man bezahlt da gleich für die Rückfahrt mit, auch wenn man nicht zurück will.
Der längste Highway ist die US-20, sie führt von Boston an der Atlantikküste bis nach Newport in Oregon.
***
DIE AMERIKANER UND IHRE RELIGION
Die Durchschnittsamerikaner sind sehr gläubige Menschen, sie besuchen regelmäßig ihre Kirche und geben (fast immer) 10 Prozent ihres Einkommens ab. Kirchensteuer oder Pflichtabgaben gibt es nicht (übrigens auch nicht in Italien). Trotzdem sind die Kirchengemeinden nicht arm. Es gibt über 50 verschiedene christliche Glaubensgemeinschaften als da sind: Methodisten, Lutherische, Presbyterianer, Episkopalkirchen, Protestanten, Katholiken, Juden und natürlich die Baptisten. Alle haben unterschiedliche Splittergruppen, die Baptisten allein über 20 und jede legt die Bibel etwas anders aus und hat demzufolge eigene Gebetbücher. Dazu kommen unzählige kleine, typisch amerikanische Religionsgemeinschaften wie z. B. die Mormonen oder die in den USA gegründeten Zeugen Jehovas.
Der Name Mennoniten für eine Religionsgemeinschaft stammt vom deutschen Gründer Menno Simons (1496 - 1561).
Jede Gemeinde hat ihre eigene Kirche mit einem eigenen Pfarrer, was bei uns auf den Dörfern nicht mehr immer der Fall ist. Wenn man in den USA durch eine ländliche Gegend fährt, sieht man in jedem Nest, und sei es noch so klein, mehrere Kirchen, natürlich mit großen Parkplätzen. Es gibt über 110 Sekten, die weniger als 50. 000 Mitglieder haben, eine davon sind die "Old German Baptists". Alle sind steuerfrei und viele reine Geschäftemacherei.
Eine der eigenwilligsten Gruppen sind, bezw. waren die Shaker. Die waren so religiös und glaubten an die totale Enthaltsamkeit. Männer und Frauen schliefen in getrennten Häusern, arbeiten und keusch sein, war die Devise. Ihr relativ kurzes Dasein und der Fortbestand erfolgte durch Adoption von Waisenkindern, denn durch das sexlose Leben gab es natürlich keinen Nachwuchs. Vielleicht haben sie sich gefragt, warum sie ausgestorben sind, wer weiß?
Nicht vergessen darf man die Prediger, die das Wort Gottes über die Flimmerkisten verbreiten. Da kann man schon von Seelen-Verkäufern sprechen, sie alle unterscheiden sich kaum von einem Home Shopping Sender, denn alle müssen natürlich für die Fernsehkanäle zahlen und das holen sie mit dem Verkauf von billig gedruckten Büchern mit Gewinn wieder rein. Wortgewandte TV-Prediger sind oft vielfache Millionäre, sind sie doch von Steuerzahlungen befreit.
*
Viele Orte nehmen für sich in Anspruch, die kleinste Kirche Amerikas in ihren Grenzen zu besitzen. U.a. gibt es solche in Lebanon, Kansas, direkt am geografischen Mittelpunkt der USA, 2x2 Meter groß. Die 3x3 Meter große Kirche in Waukon, Iowa wird oft für Hochzeiten benutzt. Es gibt mindestens noch 20 weitere "kleinste" Kirchen der USA, die ja in unserem Sinn eigentlich Kapellen sind.
***
ONLY IN AMERICA
In Carefree, Arizona gibt es der Welt größte Sonnenuhr zu sehen und auch eine riesengroße Kachina Doll, mit 12 Metern Höhe auch die größte der Welt. Aber Vorsicht mit solchen Begriffen wie größtes, höchstes, schönstes, bestes, in Amerika wird gerne stark übertrieben angekündigt. In einem Ort kann es schon mal 3 oder 5 Lokale geben, die mit "hier gibts die besten Steaks in der Stadt" werben.
*
In der Parry Lodge im südlichen Utah kann man in Motelzimmern schlafen, die schon John Wayne und Kollegen benutzte, wie z.B. sein damaliger Weggefährte Ronald Reagan. In der Gegend rund um Kanab wurden zahlreiche Western gedreht. Im Lokal der Lodge hängen mehrere Dutzend Fotos von den vielen Stars, die dort übernachteten. Das heute als einfach einzustufende Motel wurde in den 30er Jahren extra für die Filmschaffenden gebaut und war weit und breit allein auf weiter Flur.
*
Im Burger King in Kayenta, im Reservat der Navajos, befindet sich eine Ausstellung mit Sprachaufzeichnung der Navajo Indianer. Die Navajosprache wurde während des 2. Weltkriegs zur Nachrichtenübermittlung benutzt. Da sie sehr kompliziert ist, konnten die Deutschen nie die Mitteilungen entschlüsseln.
*
Cowboys im Osten? Aber ja. In Woodstown, New Jersey gibt es ein Rodeo- Stadion mit 4000 Plätzen in dem jedes Wochende im Sommer ein Rodeo abgehalten wird. Ein fast 8 Meter hoher Blechcowboy mit einem riesigen Stier an seiner Seite laden zum Spektakel ein.
*
Schuhbäume mit hunderten Paar Schuhen an den Ästen gibt es u.a. in Middelgate, Nevada am Hwy. 50, in Kalkaska, Michigan, in Vidal und in Ludlow beide in California.
*
Die meist fotografierte Skulptur in Las Vegas steht in der Eingangshalle des Riviera Hotels. 7 nackte Mädchenpopos aus Bronze erwarten die Fotografen.
*
In Angola, Louisiana ist ein Staatsgefängnis, in dem Schwerstverbrecher untergebracht sind. Ein Gefängnismuseum ist ganzjährig zu besichtigen. Berühmt aber ist das Gefängnis, weil jeden Sonntag im Oktober ein Rodeo mit den Gefangenen stattfindet und für Besucher zugänglich ist. Verschiedene TV Sender haben bei uns darüber berichtet und manchmal werden Wiederholungen gezeigt.
*
Der geografische Mittelpunkt aller 50 Staaten ist in Belle Fourche, South Dakota. Das "Center of the Nation" hat ein Besucherzentrum und ist auf alle Fälle einen Besuch wert, wenn man in der Nähe ist, z.B. auf dem Weg vom Mt. Rushmore zum Devils Tower oder Sturgis besucht.
*
Für Western Fans interessant: Im Ortsteil Newhall in Santa Clarita (nördlich von LA) gibt es einen "Western Walk of Fame" mit Sternen von Western Film Stars auf dem Gehweg, ähnlich wie dem Walk of Fame in Hollywood.
*
In der Penny Bar in McKittrick (östlich von San Louis Obispo, California) kleben über eine Million Pennies an Wänden, Theken, Möbeln usw. Eigentlich keine große Sehenswürdigkeit aber wenn man in der Nähe ist, lohnt sich die Betrachtung dieser amerikanisch-kitschigen Bar allemal.
*
Das höchste auf der Welt von Menschenhand errichtete Objekt mit einer Höhe von über 600 Metern steht in Blanchard, North Dakota, ein Antennenmast. Es war das höchste der Welt. Seit dem 1. Januar 2010 wurde es vom Burj Khalifa in Dubai mit 200 Metern übertroffen.
*
SHERIFF. Das Wort Sheriff kommt vom alt-englischen Wort "Shire-reeve". Shire ist eine Grafschaft (z.B. Yorkshire) und Reeve war ein Vogt oder Gemeinde- vorsteher. Ein "shire-reeve" wurde vom König als Repräsentant für den jeweiligen Landkreis eingesetzt. Ihm oblagen Steuereintreibung, Eichamt und Unterstützung der Gerichte. In einigen Landkreisen war das Amt sogar vererbbar. Später wurde aus "shire-reeve" der allseits bekannte Sheriff. Im heutigen England hat der Sheriff nicht viel mehr als repräsentative Aufgaben.
Anders ist das in den USA. Wir verbinden einen Sheriff fast immer mit dem (wilden) Westen Amerikas. Kein Western ohne Sheriff. In Filmen, die in unseren Tagen spielen, gibt es kaum einen Sheriff. FBI-Beamte, Officers und Cops haben die Sheriffs abgelöst, obwohl es auch heute noch in allen Staaten Sheriffs gibt. Der Sheriff wird in den USA vom Volk gewählt, außer in Rhode Island und New York City, wo er vom Oberbürgermeister bestimmt wird. Ein Sheriff ist in einem Landkreis für die Einhaltung von Recht und Ordnung zuständig. Zu seinen polizeiähnlichen Pflichten zählen u.a. Arrestierungen, Unterstützung der Gerichte, Vorgehen gegen Laster jeder Art sowie "bootlegging" (siehe nächstes Kapitel) und er hat die Aufsicht über die Kreisgefängnisse. Unabhängig vom Sheriff können die aufgeführten Pflichten auch von der Stadt- oder Staatspolizei abgehandelt werden. Ganz allgemein betrachtet ist ein Sheriff mehr Vollzugs- beamter als Polizist. Die meisten Sheriffs erhalten ein Jahresgehalt, mancherorts wird aber auch nach Anzahl und Aufwand der Tätigkeiten abgerechnet.
Ein Marshal wird vom Präsidenten der USA für die jeweiligen staatlichen (federal) Gerichtsbezirke bestimmt. Er hat u.a. die Aufgabe, Gerichte und Wahlen zu überwachen. Er kann in seinem Bezirk Verhaftungen vornehmen. In den westlichen Staaten wurde im vorvorigen Jahrhundert von den Stadtvätern gerne auch den Ortspolizisten der Titel Marshal verliehen. Sie konnten sich so mehr Ansehen und Respekt verschaffen.
*
UNERLAUBTER HANDEL AUS DEM STIEFEL
Der Begriff "bootlegging" wurde schon im 19. Jahrhundert, als ein guter Indianer ein toter war, in den amerikanischen Sprachgebrauch einverleibt. Bootlegs sind Stiefelschäfte und in die versteckten gewissenlose Geschäftemacher "Flachmänner" mit Feuerwasser und trieben mit den Indianern, nachdem sie betrunken gemacht wurden, ein böses Spiel. Über viele Jahre hinweg brannten die Bewohner der Südoststaaten, besonders in Kentucky und Tennessee, unerlaubt Whiskey. Da dies meist nachts geschah und auch heute noch vorkommt, heißen die oft ärmlichen Hinterwäldler "Moonshiner", die Branntwein verbotenerweise im Mondschein herstellten.
Während der nationalen Prohibition (1920 - 1933) war das Wort Bootleg in aller Munde. Händler, Schmuggler, Wirte und Betreiber von Schwarzbrennereien hatten den Beinamen "Bootlegger". Der Genuß von Alkohol war während der Prohibitionszeit nicht verboten, lediglich die Herstellung, der Vertrieb und Verkauf sowie der Transport wurde empfindlich bestraft.
Das Wort bootleg wurde anfänglich ausschließlich für den unerlaubten Umgang mit Alkohol verwendet. Später, und bis in die heutige Zeit gebraucht man es auch für verbotenes Schachern mit Büchern, Benzin, Musiknoten, CDs usw. In erster Linie kommt es den Gesetzesbrechern darauf an, vorgeschriebene Abgaben, Gebühren und Steuern zu umgehen. Eine Bootleg-CD kann sicher manches Musikherz erfreuen, vergessen sollte man aber nie, dass Künstler, Verleger, Autoren immer um ihren verdienten Lohn gebracht werden.
*
OSCAR
Alle Jahre "Oscar". 1928 verlieh die gerade erst vor einem Jahr gegründete "Academy of Motion Picture Arts and Sciences" ihre ersten Auszeichnungen für außergewöhnliche Leistungen in der Filmbranche. Cedric Gibbons entwarf die mittlerweile weltbekannte Statue und G. Stanley, ein Bildhauer, führte den Entwurf aus.
Vier Jahre fristete die Statue ein namenloses Dasein und war eben ein Pokal, wie so viele andere auch. Als Margret Herrick, die neue Biblothekarin, 1931 zum ersten Mal die Figur sah, meinte sie scherzhaft, dass eine gewisse Ähnlichkeit mit ihrem Onkel Oscar vorhanden ist. Ein zufällig anwesender Journalist hörte das und am nächsten Tag konnte man erstmals im ganzen Land von "Oscar" lesen.
Einer anderen Legende zufolge sagte einst Bette Davis, dass der Goldpokal ausschaut wie ihr erster Mann, Oscar Nelson. Wie auch immer, eine garantierte Herkunft des Namens kann niemand liefern, auch nicht die Academy.
*
COLT - REVOLVER
Der berühmte "six-shooter" des amerikanischen Westens wurde nach seinem Erfinder, Samuel Colt (1814 - 1862) benannt. Mit 16 riß Colt von zu Hause aus und fuhr zur See. An Bord eines Schiffes kam ihm die Idee einer sich drehenden (revolve) Handfeuerwaffe. Später begann er mit der Massenproduktion der Waffe und wurde durch große Staatsaufträge einer der wohlhabensten Männer Amerikas.
In vielen Western werden von den Akteuren sechs Schüsse gezählt. Das hebt zweifelsohne die Spannung, ist aber falsch. Da die Colts damals keine Sicherungsvorrichtungen hatten, ließen die "gunmen" und Cowboys eine Kammer leer, auf der der Schlagbolzen ruhte, so dass sie nur fünfmal schießen konnten. Sie schützten sich so vor ungewollten Schüssen, die manchmal sogar das eigene Bein treffen konnten.
*
UNCLE SAM....ist ein populärer Spitzname für die Vereinigten Staaten, für seine Bewohner oder die amerikanische Verwaltung. Die Herkunft ist nicht völlig geklärt. Überliefert ist, dass "Uncle Sam" seit Anfang des 19. Jahrhunderts in den amerikanischen Sprachgebrauch eingeführt wurde. In dieser Zeit gab es einen Inspektor namens Uncle Sam Wilson, der die staatseigenen Läden kontrollierte. Wenn nicht von ihm, so könnte der Name einfach von U.S. abgeleitet worden sein.
Nachdem der Künstler J.M. Flagg im 1. Weltkrieg das berühmte Poster für die Anwerbung von Soldaten kreierte (we want you), wurde "Uncle Sam" weltweit bekannt.
*
Fast alle Flüsse in Amerika fließen von Nord nach Süd. Es gibt zwei Ausnahmen: der St. Johns River in Florida und der Willamette in Oregon bewegen sich nordwärts.
*
STARS & STRIPES
Die erste Flagge mit je 13 Sternen, rund oder halbrund angeordnet und 13 Streifen gab es von 1777 bis 1795 nach der Gründung der Urstaaten 1776. Die Streifen und Sterne stehen für 13 Gründerstaaten aus dem Norden und 13 aus dem Süden.
Als sich dann immer mehr Staaten anschlossen und die Anbringung der Streifen Schwierigkeiten machte, entschied der Kongress, dass für die neuen Staaten jeweils ein Stern hinzugefügt wird und dreizehn Streifen, die die Gründerstaaten repräsentieren. Für die Anordnung der Sterne gab es keine Richtlinien und so sieht man auf Bildern oft verschiedene Ausführungen.
*
Die Flagge wird immer so dargestellt, dass die Sterne oben links zu sehen sind, egal ob die Fahne quer oder hochkant zu sehen ist.
*
Viele Schinken, auf denen Schlachten aus dem Unabhängigkeitskrieg zu sehen sind, werden auch Flaggen mit Stars und Stripes gezeigt. Alle diese Bilder müssen lange nach Kriegsende gemalt worden sein, denn zur Zeit des Krieges gab es diese Fahnen noch nicht.
*
OK
Von allen amerikanischen Ausdrücken ist "ok" der meistgebrauchte. Über die Herkunft wurde viel geforscht und geschrieben. Viele Deutungen gibt es. Da soll es z.B. einen Lagerchef gegeben haben, der die zu verschickenden Kisten und Pakete mit seinen Initialen "O.K." versehen hat, nachdem er den Inhalt auf seine Richtigkeit überprüfte.
1840 gab es in der Stadt Old Kinderhook, NY Vereine der Demokratischen Partei, die mit dem Slogan "The Democratic OK Club" (OK für Old Kinderhook) Präsident Van Buren (8. Präsident von 1837 - 1841) zur Wiederwahl verhelfen wollten. Old Kinderhook ist der Geburtsort von Van Buren.
Dem Sprachwissenschaftler A.W. Read zufolge ist es aber so, dass Präsident Andew Jackson (7. Präsident 1829 - 1837), den man nicht zu den gebildetsten Oberhäuptern zählt, Akten mit "ok" unterzeichnete. Der Südstaatler schrieb wie er sprach: "ok" war für ihn die Abkürzung von "oll kurrekt", "ac" für all correct hätte sicher nie die Popularität in der ganzen Welt erreicht wie ok.
*
DIXIELAND. Kurz nachdem Lousiana 1803 von den Franzosen an die Amerikaner verkauft wurde, erschienen von einer Bank in New Orleans zweisprachige 10-Dollarnoten. Auf der einen Seite stand "ten" und auf der Rückseite "dix", französisch zehn. Immerhin sprachen fast alle Menschen in Lousiana französisch. Die Banknoten hießen im Volksmund bald nur noch "dixies".
Anfänglich erhielten ausschließlich die Bewohner von New Orleans den Spitznamen "Dixies". Nach der Veröffentlichung von Daniel Decatur Emmerets Lied "Dixie" (Dixies Land) im Jahre 1859 wurde es zur inoffiziellen Hymne des Südens und die Südstaatler zu "Dixies" und der Landstrich zu Dixieland.
*
Die folgenden Zeilen entstammen der Feder eines Amerikaners
In der Regel fühlen sich Amerikaner mit dem Gebrauch von Titeln nicht recht wohl. Außer für einen Mediziner wird ein Doktortitel kaum anerkannt.
*
Nur sehr wenige Amerikaner sprechen eine Fremdsprache, die meisten haben Angst, Fehler in der Aussprache zu machen und lassen das Erlernen sein.
*
"Sie müssen uns unbedingt besuchen, wenn Sie mal in der Gegend sind", ist eine berühmte amerikanische Floskel, die gegenüber jedermann angewandt wird, von dem man sich endgültig verabschiedet. Man sollte das niemals ernst nehmen.
*
NIPPER
Unzählige Bilder und Eindrücke sind in unseren Gedanken unauslöschlich: Mona Lisa, der Eiffelturm, die Pyramiden sind nur ein paar. Da ist aber auch der kleine Hund,

der mit gespitzten Ohren und leicht geneigtem Kopf in das alte Trichtergrammophon lauscht, nicht zu vergessen. Es ist "His Masters Voice". Das Hündchen hieß Nipper und gehörte dem Zeichner und Fotografen Francis Barraud (1856 - 1924), der in seinem Atelier in London während seiner Arbeit Musik vom Plattenteller hörte. Nipper saß gewöhnlich vor der Apparatur und fand allem Anschein nach Gefallen an dem was ihm da entgegentönte.
Barraud zeichnete seinen Hund 1899 in der bekannten Stellung und bot das Bild der Edison Bell Phonographic Company an, saß er doch gerade vor einem Gerät dieser amerikanischen Firma. "Hunde sind nicht unsere Kunden", so der Kommentar des Werbechefs.
W.B. Owens, der Direktor eines Konkurenzunternehmens, war da anderer Ansicht, ihm gefiel das Bild und er kaufte es für 100 Pfund mit allen Rechten einer Vermarktung. Nach wenigen Jahren war Nipper der berühmteste Hund der Welt (Rin Tin Tin und Lassie gabs ja noch nicht).
CHRISTMAS
X-Mas. Viele verrückte Abkürzungen stechen dem Amerikabesucher ins Auge, xing für crossing, u für you, nite für night usw. Auf den ersten Blick könnte auch Xmas solch eine Bequemlichkeitsabkürzung sein. Anfang des 12. Jahrhunderts schrieb man im Altenglischen Chistmas noch mit X (statt Ch). Ob nun das X für ein Kreuz steht oder nicht, das griechische Wort für Christ, von dem das englische abstammt, beginnt mit dem Buchstaben chi und das heißt X. Das X im Wort Xmas ist demnach eine natürliche Abkürzung für Christ.
*
White Christmas. Eines der populärsten Weihnachtslieder, komponiert von Irving Berlin, wurde nicht im Film "White Christmas" (1954) zum ersten Mal vorgetragen sondern bereits 1942 in dem Film "Holiday Inn". Im gleichen Jahr erhielt der Song einen Oscar für das beste Filmlied. Bing Crosby machte das Lied weltweit bekannt.
*
Nur an Tennessee und Missouri grenzen acht verschiedene Staaten. In Tennessee gibt es die meisten verschiedenen Vogelarten von allen Staaten, der Staat gilt als die Geburtsstätte des Blues und der Country Music.
*
Die größten Firmen in den USA (nach Umsatz):
1. Exxon Mobil (Esso)
2. Wal Mart
3. Chevron (Benzin usw.)
4. Conoco (Benzin usw.)
5. General Electric (ähnliche Produkte wie Siemens)
6. General Motors (Fahrzeuge)
7. Ford Motors (Fahrzeuge)
8. AT&T (Telefon)
9. Hewlett Packard (PC & Zubehör)
US Flughäfen (nach Passagierzahlen - nur Abfliegende)
1. Atlanta (90 Millionen pro Jahr)
2. Chicago 70
3. Los Angeles 60
4. Dallas 60
5. Denver 50
6. Kennedy NYC 50
7. Las Vegas 45
8. Houston 40
9. Phoenix 40
10. San Francisco 35
Die Zahlen wurden auf- oder abgerundet. Einige Airports rechnen zu den Passagierzahlen noch die Fracht dazu, oder die Anzahl der Starts und Landungen. Dadurch können sich Verschiebungen in der Reihenfolge ergeben.
Zum Vergleich:
London Heathrow 65
Tokyo 65
Paris 60
Beijing (Peking) 55
Frankfurt 55
Madrid 50
Hong Kong 45
Amsterdam 45
Bangkok 40
Die größten US Airlines
1. Delta
2. Southwest
3. American
4. United
5. US Airways
6. Continental
Geordnet nach Passagierzahlen. Nicht berücksichtigt wurden Zusammenschlüsse von Airlines.
Die häufigsten Familiennamen in den USA
1. Smith 2. Johnson 3. Williams 4. Brown 5. Jones 6. Miller 7. Davis 8. Garcia 9. Rodriguez 10. Wilson 11. Martinez 12. Anderson 13. Taylor 14. Thomas 15. Hernandez 16. Moore 17. Martin 18. Jackson 19. Thompson 20. White 21. Lopez 22. Lee 23. Gonzalez 24. Harris 25. Clark 26. Lewis 27. Walker 28. Robinson 29. Perez 30. Hall
Die größten Städte in den USA
1. New York 8 Millionen Großraum (Metro) 19 Millionen
2. Los Angeles 4 13
3. Chicago 3 10
4. Houston 2,5 6
5. Phoenix 1,5 4
6. Philadelphia 1,5 6
7. San Antonio 1,5 1,5
8. Dallas 1,5 6,5
9. San Diego 1,5 3
10. San Jose 1 2
11. Detroit 1 4,5
12. San Francisco 1 4
13. Jacksonville 1 1,5
Die Zahlen wurden auf- oder abgerundet.
Künstlernamen und wie sie wirklich heißen
Woody Allen Allen Konigsberg Julie Andrews Julia Wells
Fred Astaire Frederick Austerlitz Irving Berlin Israel Baline
Charles Bronson Charles Buchinski Nicolas Cage Nicolas Coppola
Chubby Checker Ernest Evans Cher Cheril Sarkisian
Patsy Cline V. P. Hensley D. Copperfield David Kopkin
Tom Cruise Thomas Mapother Tony Curtis Bernard Schwartz
Bobby Darin W. R. Cassotto Doris Day D. v. Kappelhoff
John Denver H.J. Deutschendorf Danny Devito Dani Michaeli
Kirk Douglas Issur Danielowitz Bob Dylan R. Zimmermann
Eminem Marshall Mathers Dale Evans Frances Smith
50 Cent Curtis Jackson Connie Francis C. Franconero
James Garner J. Bumgamer Whoopi Goldberg Carin Johnson
Stewart Granger James Stewart Cary Grant Archibald Leach
Hulk Hogan Terry Gene Bolea Rock Hudson Roy Scherer
Billy Idol William Broad Angelina Jolie A.J. Voight
Wynonna Judd Christina Chiminella Larry King Larry Zeiger
Hedy Lamarr Hedwig Kiesler Michael Landon Eugene Orowitz
Mario Lanza Alfredo Cocozza Stan Laurel Arthur Jefferson
Brenda Lee Brenda Mae Tarpley Jerry Lewis Joseph Levitch
Shirley Maclaine Shirley Beaty Karl Malden Mladen Sekulovich
Walter Matthau W.Matuchanskayasky Dean Martin Dino Crocetti
Freddy Mercury Frederick Bulsara Marilyn Monroe N.J. Mortenson
Demi Moore Demetria Guynes Chuck Norris Carlos Ray
Minnie Pearl S. Ophelia Cannon Pink Alecia Moore
Prince Prince Rogers Nelson Roy Rogers L- F. Slye
Meg Ryan Margaret Hyra Mickey Rooney Joe Yule
Randolph Scott G. R. Crane Charlie Sheen Carlos I. Estevez
Barbara Stanwyck Ruby Stevens Randy Travis Randy Traywick
John Wayne M. Morrison Stevie Wonder Steveland Morris
Vorführungen von Broadway Musical
Stand Ende 2009
Phantom of the Opera seit 1988 9.000 + Aufführungen
Cats 1982 - 2000 7.500
Les Miserables 1987 - 2003 6.780
A Chorus Line 1975 - 1990 6.137
Beauty and the Biest 1994 - 2007 5.461
Rent 1996 - 2008 5.123
The Lion King seit 1997 4.917 +
Miss Saigon 1991 - 2001 4.092
42nd Street 1980 - 1989 3.486
Grease 1972 - 1980 3.388
Mamma Mia seit 2001 3.280 +
|